Berichte der 3. Herren-Mannschaft

Saisonabschlussgrillen

Den Sportrucksack über der Schulter, ging es gemächlichen Schrittes durch den abendlichen Neuköllner Sonnenschein. Beginn wie üblich um 19:00 Uhr. Ich war, wie bei unseren Punktspielen, bereits eine gute halbe Stunde früher dran.

Vor Ort angekommen, war ich allerdings nicht der Erste. Stefan, ebenfalls in kurzen Hosen und bester Laune, hatte bereits den Tisch aufgebaut und Sportgetränke auf diesem drapiert.

Getränke auf dem Tisch? Ja!

Die Saison liegt hinter uns, Zeit für ein letztes Team-Event als Krönung einer durchwachsenen Saison mit Tiefen und Untiefen.

Stefan hatte uns zum Saisonabschlußgrillen ins Chalet Ziebarth eingeladen.

Und, und hier kommen die ersten Unterschiede zu den vergangenen Punktspielen ans Licht, ALLE sagten zu und waren vor Ort.

Die Vollzähligkeit erreichten wir allerdings erst weit nach „offiziellem Spielbeginn“ und ähnlich der Rückserie, dauerte es ein gutes Weilchen, bis so richtig Feuer aufkommen wollte.

Sogar soviel, dass wir der entfesselten Gewalt nicht immer Herr wurden und einiges anbrennen ließen. Die Parallelen zur Saison waren einfach nicht von der Hand zu weisen.

Bei Hühnerspießen, heißen Würstchen und diversen Salaten saßen wir in geselliger Runde so bis nach Anbruch des neuen Tages auf Stefan’s schöner Terasse und ließen die vergangenen Spiele noch einmal an uns vorbei ziehen.

Allgemeines Fazit, es wäre mehr drin gewesen, wenn wir besser, der Gegner schlechter, die Glücksgöttin Südostlerin oder der Trainingsaufwand vorhanden gewesen wäre. Irgendwas kommt einem doch immer zwischen die völlig verdiente Meisterschaft.

So ist das halt. Trotzdem alledem haben wir mit nicht weniger als 7 (SIEBEN) Unentschieden den Kopf noch einmal aus den Fängen der zweiten Liga gerissen. Sieben Punkte, dass ist immerhin sogar einer mehr als Deutschland beim jüngsten ESC erhielt – auch wenn wir im TT weiterhin vorerst noch regional aufschlagen wollen.

Wir bedanken uns in jedem Falle bei all unseren Gegner für ihre Fairness, Geduld und natürlich die spannenden Spiele. Es hat uns wieder mächtig Spaß gemacht.

Nächste Saison mischen wir wieder mit, über unser Saisonziel sind wir uns allerdings zur Zeit noch unentschieden. Ein erster Fingerzeig? Man wird sehen ... ;-)

Wir sind SO!

In Spandau am 24. April 2017

Nie mehr 2. Liga!
Der Druck war da. Das letzte Spiel der laufenden Saison. Im Kampf zum Erhalt der Erstklassigkeit hatten die Mannen vom TTC Düppel am Vortag vorgelegt.

Der Gegner aus Marienfelde schaffte es leider nicht in Sollstärke ins schöne Zehlendorf und unterlag dort zu dritt recht deutlich.

Der erste Absteiger im Südwesten stand somit fest, der zweite war noch zu ermitteln.

Eine halbe Stunde vor Spielbeginn war die Arena in der Grunewaldstraße mit 8 Spielern bereit zum Showdown.
Kurioserweise verteilten sich die verfügbaren Akteure aber nicht gleichmäßig auf die beiden Vereinsfarben. Im Wissen um die Brisanz dieses Spiels, waren wir extra zu fünft in den Potsdamer Vorort gereist, während der Gastgebner noch die Vollständigkeit vermissen ließ.
Vielen Dank nochmal an Harald, welcher frisch entwurzelt auf die Zähne biss, um uns im Fernduell gegen die Zelluloidentisten zu unterstützen.

Ein Punkt musste her, um das rettende Ufer des unteren Mittelfeldes zu erreichen. Nach vielen vergebenen Chancen in den letzten Spielen, festigte sich die tabellarische Platzangst um den Achten Rang immer mehr in unseren Köpfen.

Als wir dann, kurz vor dem Spiel, noch das Ergebnis der Düppler erfuhren, trug dies natürlich nicht eben zur Linderung der Klaustrophobie bei.

Umso überraschter waren wir, als der Gegner auch bis zum Spielbeginn seine Mannstärke nicht erhöhen konnte.

Viele Telefonate wurden geführt, Mailboxen besprochen und Chats gefüllt. Es blieb dabei, Spandau musste zunächst ein Doppel ohne sportliche Gegenwehr an uns abtreten.

Natürlich vereinbarten wir mit dem netten Gastgeber überdies noch eine Wartezeit, um Spandau die Chance zu erhalten, wenigstens die Einzel in kompletter Formation bestreiten zu können.

Das Schicksal verlangte an diesem letzten Spieltag aber letzendlich die Duplizität der Ereignisse im Vergleich zum Spiel Düppel gegen Marienfelde.

Dass wir die spielfreien Zähler dringend notwendig hatten, zeigt ein kurzer Blick auf den abschließenden Spielbericht.

Zu viert wäre Spandau uns wohl über und eine Niederlage wahrscheinlich gewesen. So aber fuhren wir in klassischer Schach-WM Manier das gefühlt 10 Unentschieden in Folge ein und sicherten uns damit den sportlichen Verbleib in Liga 1.

Wir bedanken uns bei den Spandexern für einen schönen letzten Spieltag und wünschen den Sportkollegen aus Düppel den baldigen Wiederaufstieg.

Die Saison ist nun vorrüber und wir haben viele neue Tischtennisfreundschaften geschlossen. Die Südweststaffel ist in jedem Fall eine Saison wert und wir würden uns über eine Wiederholung freuen.

Allen Gegnern wünschen wir einen schönen Sommer mit oder ohne Tischtennis und weiterhin viel Spaß mit und am besten Sport der Welt.

Bleibt am Ball, es lohnt sich.



Spielbericht bei ttlive.

Steglitzer Prophezeiung erfüllt sich: "und vielleicht reicht dann auch das sechste Unentschieden zum Klassenerhalt," (nachzulesen im Kommentar des S. Pfeiffer vom 26.04.2017 zum Spiel gegen Steglitz)

Kreuzberger Remis-Könige sicher im letzten Spiel den Klassenerhalt

Als unser gerade noch rechtzeitig gesund gewordener Captain gegen Tohermes, den stärksten Spieler der Borussen an den Tisch ging ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand, dass der Ausgang dieses Spiels über unseren Verbleib in der 1. Kreisklasse entscheiden sollte. Glücklicherweise muss man sagen, hätte doch ansonsten mindestens einer von uns wegen akuten Herzversagens in die nächstgelegene Spandauer Klinik eingeliefert werden müssen. Nach einer - man muss es leider so sagen ohne die beiden Protagonisten damit herabwürdigen zu wollen - viereinhalb Sätze lang währenden grottenschlechten Performance auf beiden Seiten des Tisches machte Tohermes beim Stande von 8:7 Ernst und legte los. Andreas hielt - endlich - mit Top Spin auf Top Spin dagegen, konnte aber das 8:10 nicht vermeiden. Zwei Matchbälle für Tohermes. Südost III auf dem direkten Weg in die Zweitklassigkeit. Tohermes schlägt auf und Andreas packt seinen gnadenlosen Endschlag aus. 9:10. er wehrt auch den zweiten Matchball ab, auch noch einen dritten, vergibt selbst einen … Erstklassiges Tischtennis, es wird nur noch eine Schlagart eingesetzt und die heißt Top Spin. Beide schenken sich nichts bis Andreas den zweiten Matchball verwandelt – 14:12. Erstklassig und glücklich im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Die zu dritt angetretenen Spandauer machten uns ziemlich rund. Jahn in überragender Form und Paraskevopulos haushoch überlegen und fast schon gelangweilt, gewannen alle ihre Spiele, dazu noch ein Sieg von Tohermes über unser Aufschlagmonster und fertig war das 7:7. Wir können eben nur Unentschieden. Das Sechste in Folge. Unfassbar. Cool.

Zu guter Letzt noch einen herzlichen Gruß an Siggi, den genialen Steglitzer Propheten. Danke und Glückwunsch zu Eurem hochverdienten Aufstieg. Der Termin für deine Heiligsprechung wird hiermit für den 24. Juni 2017 vorgemerkt und sicher noch vom Team unseres legendären Einladungsturniers bestätigt ... "Santo subito!" Oder eben wenigstens am 24. Juni ...

Bei TuSLi am 13. November 2016

5x5 = 0:5 - Arithmetik a la Südost
Nein, der Tabellenletzte hält sich einfach nicht an mathematische Regeln oder Gleichungen. Dabei hatte alles so schön angefangen ...

Mit unserem lautstarken 'Südost Drei - Feuer frei', konnten wir die Begrüßung schon mal ganz klar für uns entscheiden. Das freundlich gemurmelte 'Guten Morgen' des sympathischen Gastgebers wird jetzt bei TusLi wohl endgültig in der Mottenkiste landen, hatten sie doch - noch voll unter dem Eindruck der Feuer frei-Salve stehend - für das Rückspiel ein 'Over Spin - Time to win' (oder so ähnlich) in Aussicht gestellt. Dass die Ansage dann zum Rohrkrepierer wurde, lag leider heute mal vor allem am UPK, dass sich in allen vier Spielen mit mehr oder weniger Gegenwehr geschlagen geben musste. Gratulation an Ralf und Bernd.

Im Verlauf der Partie kam es zu fünf 5-Satz-Spielen, die alle an TusLi gingen. Hiermit daher auch herzliche Glückwünsche an den Vereinspsychologen, der ganz offensichtlich sein Handwerk versteht. Das TusLi-OPK leistete sich sogar im Doppel den Luxus zwei Matchbälle im vierten Satz liegen zu lassen. Allerdings nur um uns dann im fünften Satz ganz entspannt mit 12:10 auf die Bretter zu schicken. Abgezockt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Jonas fasste sich dann aber ein Herz, biss in den sauren Apfel - sicher auch daran denkend, dass man seine Gegner nicht eine halbe Weltreise machen lassen kann, um sie dann nach einem guten Stündchen mit 8:0 wieder nach Hause zu schicken und ließ unser OPK mal zwei Pünktchen machen. Danke dafür. Hast einen gut bei uns.

Tim zeigte dagegen nicht so viel Empathie und gewann einfach mal wieder alle Spiele - wie immer gegen Südost - und schlug dabei auch unsere Nr. Eins - natürlich im Fünften - mit - natürlich - 11:9.

Zum 'Man of the match' dieses Spiels hätte Ralf, die Nr. Drei von TusLi werden können, der drauf und dran war gegen unsere Nr. Eins seinen dritten Tagessieg einzufahren. Leider kam sein Spiel nicht mehr in die Wertung. Sorry Ralf. Ich muss hier aber jede Schuld von mir weisen. Bernd zeigte sich - vor allem natürlich im fünften Satz - einfach nicht einsichtig. Das musst du nächstes Mal besser mit ihm absprechen. Oder mal eine Paartherapie?

Wir freuen uns auf das Rückspiel und vor allem natürlich auf Eure neue Ansage ...

Spielbericht bei ttlive.